Unruhe - Veranstaltungsreihe; Vormeeting
15.5.05: an alle Interessenten von Provokation & Unruhe:
wie bereits in der letzten Tutoratssitzung angekündigt, sucht das ith und die Gessnerallee für eine 4-tägige Veranstaltungsreihe zum Thema UNRUHE noch inhaltliche Mitstreiter. Hierfür findet am Di 17. Mai 2005, 16.00 Uhr im ith (Adresse siehe unten) eine Informationsveranstaltung statt. Ich kann euch die Sache sehr empfehlen!
Unbenanntes Dokument
"Unruhe - oder erlaubt ist, was stört"(Arbeitstitel)
Projektskizze
Veranstalter: Institut für Theorie der Gestaltung und
Kunst (ith) an der HGKZ und Theaterhaus Gessnerallee
Ort: In sämtlichen Innen- und Aussenräumen des Theaterhauses
Gessnerallee
Zeit: Donnerstag, 29.9. bis Sonntag, 2.10.05
Thema: Ästhetische Formen, Strategien und Verfahrensweisen der Unruhestiftung: des Protests und des Widerstands, der Intervention und der Kritik, der Störung und des Unterbruchs
Konzept: In den vier Tagen und drei Nächten sollen vielfältige
Formen und Strategien des künstlerischen, kulturellen und gesellschaftlichen
Einspruchs, der Kritik und der subversiven Phantasie zur Darstellung gebracht
und diskutiert werden.
Eingeladen sind möglichst viele Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen
(hauptsächlich aus Zürich und dem Umfeld), die sich in ihrer Arbeit
- praktisch und theoretisch - mit solchen Performativitäten auf unterschiedliche
Weise beschäftigen. Dabei soll die breite Palette von Genres, Gattungen
und Medien etc. aktiviert werden (Theater, Musik, Literatur, bildende Kunst,
Video und Film, journalistische Fotografie, inter- und transmediale Formen künstlerischer
Praxis, Theorie und Wissenschaft, gesellschaftliche Basisaktionen etc.)
Es geht darum vorerst einmal diese Vielfalt der ästhetischen Konzept-,
Realisations- und Umsetzungsformen sichtbar zu machen und sie in Bezug auf ihre
künstlerischen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Traditionsanleihen,
aktuellen Kontextualisierungen und Institutionalisierungen und zukünftigen
Möglichkeiten zur Diskussion zu stellen.
Wichtig ist die Vorbemerkung, dass es nicht um Bereinigungen und normative Bewertungen
geht, sondern um die Beobachtung und Reflexion von Praxis und Theorie im Kontext
von nichthintergehbaren Paradoxien und Widersprüchen. Wir stellen uns alle
in unserem Tun zur Disposition und aufs Spiel...
Als Horizont dieser Unruhe-Aktionen sind die politischen, gesellschaftlichen
und kulturellen Konstruktionsweisen von Ruhe und Ordnung sowie deren ästhetische
Strategien ebenso wichtig und für das Projekt interessant. Gerade Zürich
ist ein äusserst geeigneter Ort, um die Vielfalt und Effizienz der Ordnungspraxis
zu beobachten und kritisch zu befragen.
Die Thematisierung der “Ästhetik des Widerständigen” betrifft
sowohl die künstlerische und gesellschaftliche Praxis wie auch die Theoriebildung
und die wissenschaftlichen Arbeit. Eingebunden in das Projekt sind denn auch
KünstlerInnen, sozial- und gesellschaftspolitisch Aktive, Institutionen
der Vermittlung wie auch DozentInnen und StudentInnen von Bildungsinstitutionen.
Im Zentrum stehen die aktuelle Lage und die Eröffnung von Möglichkeiten
für ein Zukünftiges; von Interesse ist aber auch der Blick zurück
auf Traditionen und Geschichte(n) - 2005 ist ja das Jubiläumsjahr von 25
Jahren “Zürcher-Unruhen”...
Rahmen: angefragt sind neben zahlreichen Kunstschaffenden
und Theorie-KollegInnen: Cabaret Voltaire,
Shedhalle, Kino Xenix, F&F, Studienbereiche der HGKZ, Johannes M. Hedinger
(Com&Com/Kunsthist. Institut der Uni Zürich), Kunsträume Les Complices,
White Space, Kunstraum Geissbühl, Andrea Thal, Mark Divo, Rockmaster K,
Carmen Weisskopf, Relax, Tobi Müller u.a.
Die Art und Weise, wie die einzelnen im Kontext dieses Projekts intervenieren
und sich präsentieren, ist ihnen überlassen. Wichtig erscheint uns
einzig – und das gilt speziell auch für die wissenschaftlichen und
Theorie-Formate -, dass das Thema nicht nur Gegenstand ist, sondern auch die
jeweiligen Präsentationsformen betrifft und zu einer selbstkritischen und
innovativen Exposition einlädt.
Das Projekt soll 2006 Fortsetzungen finden, u.a. in einer Publikation (Buch,
CD etc.), die die Veranstaltung dokumentiert, bearbeitet und weiterführt.
ith, April 05
BRAINSTORM-Sitzung: Di 17. Mai 2005, 16.00 Uhr im ith (Adresse siehe unten)
Prof.Dr.Jörg Huber, Institut für Theorie der Gestaltung und Kunst
(ith)
Hafnerstrasse 31, CH 8005 Zürich
T ++41 (0)43 446 65 05, joerg.huber@hgkz.ch, info@ith-z.ch, www.ith-z.ch
